: Sieht man, wie gut die Impfakltion angenommen wird, frag man sich, warum die Stadt erst dieses Jahr erstmalig auf der Wiesn einen Impfservice anbietet. Nach zwei Ausfalljahren war das Thema Covid auf der Wiesn zwar durchaus präsent, aber die Idee, das Fest zu nutzen, um niederschwellig Impfangebote zu machen, hat noch ein paar Jahre gebraucht, bis es in Angriff genommen wurde.
Die Wiesn ist jedes Jahr, schon vor Corona, als Superspreader-Event bekannt. Die beginnende Grippewelle erhielt schon drüher mit der Wiesn einen kräftigen Anschub. Dass das bei Corona ähnlich oder sogar noch heftiger sein wird, war jedem klar, der sich ernsthaft mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Dieses Jahr bietet die Stadt endlich auf der Wiesn in der Sanitätsstation Impfungen gegen Covid und Influenza an. Die Nachfrage hat bisher die Erwartungen deutlich übertroffen: 322 Bürger*innen nach des das Angebot bereits in den ersten 6 Tagen an und ließen sich gegen Grippe und/oder Corona impfen.
Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek: „Nach einer knappen Woche können wir ein durchweg positives Fazit für unseren Impfservice auf der Wiesn ziehen. Unser niedrigschwelliges Angebot wird überwältigend gut angenommen. Atemwegserkrankungen sind für gesunde Menschen oft ein lästiger Infekt. Für Risikogruppen bedeuten sie jedoch ein ernsthaftes Risiko für schwere Verläufe und Folgeschäden. Gleichzeitig sind die Impfquoten auch in den vulnerablen Gruppen viel zu niedrig, da liegt Deutschland im europäischen Vergleich weit hinten. Während sich etwa in den skandinavischen Ländern mehr als zwei Drittel der Menschen impfen lassen, auf die die STIKO-Empfehlungen zutreffen, sind es hierzulande bei Grippe rund ein Drittel, bei Corona sogar weniger als ein Fünftel. Das wollen wir ändern. Kommen Sie gerne noch bis zum 4. Oktober vorbei und schützen Sie sich und andere!“
Unter der Woche ist die Sanitaätsstation von 10 bis 14 Uhr für Impfwillige offen, am Wochenende von 10 bis 12 Uhr - danach wird die "normale" Belastung der Sanitätswache zu groß, als dass das Angebot parallel noch aufrecht werden könnte. Interessierte können einfach ohne Anmeldung vorbeikommen - optimalerweise Krankenkassenkarte und Impfpass. Das freiwillige Angebot der Stadt erfolgt nach den Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und richtet sich neben der allgemeinen Bevölkerung besonders auch an die auf der Wiesn Beschäftigten. Geimpft wird mit aktuellen Impfstoffen für die Altersgruppen U60 und Ü60. Für Kinder gibt es keine Impfstoffe, da hier eine Sprühimpfung empfohlen wird, die zwemal verabreicht werden muss und Kinder ohnehin besser bei ihrem Kinderarzt gemipft werden sollen, da der sie kennt.
Der Impfservice auf der Wiesn ist Teil der stadtweiten Initiative „München impft“ (https://www.muenchen-impft.de). Ziel der Kampagne ist es, schwerwiegende Erkrankungen oder Komplikationen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle im Zusammenhang mit akuten Atemwegsinfektionen zu verhindern und die Impfquoten gemäß den Empfehlungen der STIKO zu steigern. Getragen wird die Kampagne unter der Schirmherrschaft von Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek von der Stadt München sowie den beiden Münchner Universitätskliniken, dem LMU Klinikum (Prof. Dr. Christian Schulz) und dem TUM Klinikum (Prof. Dr. Christoph D. Spinner). Die Impfungen nehmen der Chefarzt der Aicher Ambulanz Union und niedergelassene Hausarzt Dr. Kampmann und sein Ärzteteam im Auftrag des Gesundheitsreferats in den Räumlichkeiten der Oktoberfest-Sanitätswache vor. Die Impfungen sind allgemein sehr gut verträglich. Alternativ werden Impfungen auch in Arztpraxen oder in Münchner Apotheken angeboten. Unter www.muenchen-impft.de/mitmachen sind alle Münchner*innen, Betriebe und Akteur*innen aufgerufen, eigene Social-Media-Testimonials zu teilen und die Aufklärung aktiv zu unterstützen.
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