: Am 19. September beginnt auf der Theresienwiese das 191. Oktoberfest – mit einigen personellen Veränderungen. Besonders im Fokus steht dabei die Oidn Wiesn, wo der Platz des bisherigen Volkssängerzelts neu vergeben wird. Hintergrund ist der Wechsel von Christine und Lorenz Stiftl, die künftig das Paulaner-Festzelt übernehmen und damit die Schützenlisl verlassen.
Nach Informationen aus dem Münchner Rathaus soll ein Trio den Zuschlag für den frei gewordenen Standort erhalten: Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel. Während das offizielle Vergabeverfahren noch läuft, verdichten sich die Hinweise auf eine Entscheidung zugunsten der drei Bewerber.

(Foto: Frederic Eichinger)
Bietsch, Betreiber einer historischen Holz-Kegelbahn direkt neben der Schützenlisl, bestätigte eine gemeinsame Bewerbung. Konkrete Aussagen zum Stand des Verfahrens vermeidet er jedoch und verweist auf die Zuständigkeit der Stadt München. Auch zu möglichen vertraglichen Details äußert sich das Trio derzeit nicht.
Fest steht jedoch: Sollte der Zuschlag erfolgen, wollen die neuen Betreiber an der bestehenden Struktur festhalten. Die Schützenlisl soll weiterhin als Volkssängerzelt bestehen bleiben. Ziel sei es, die gewachsene Tradition und den Charakter des Zelts zu bewahren und gleichzeitig behutsam weiterzuentwickeln.
In der Vergangenheit waren Bietsch und seine Partner bereits als ernsthafte Interessenten für eine Übernahme gehandelt worden. Im Raum stand dabei ein Kaufpreis in Millionenhöhe. Konkrete Bestätigungen dazu gab es bislang nicht.
Die Schützenlisl zählt mit knapp 1.400 Sitzplätzen im Innenbereich und weiteren 400 im Biergarten zu den festen Größen auf der Oidn Wiesn. Die endgültige Entscheidung über die Vergabe trifft der Münchner Stadtrat am 28. April 2026. Branchenintern gilt dieser Schritt jedoch als Formsache.
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